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Bianchi - Italiens Pionier mitten in Wien

Bianchi – ein Name der seit nunmehr 130 Jahren nicht mehr aus der Welt des Radsports wegzudenken ist. 

Edoardo Bianchi war erst 21 Jahre alt er 1885 damit begann Fahrräder zusammenzubauen.  Sein Geschäft hatte er in Mailand in der Via Nirone. Bianchi war einer der Fahrrad-Pioniere, die sich mit Hilfe des Kettenantriebs vom gemeinen Hochrad weg bewegten. Damit erreichte er eine bessere Kraftumsetzung, konnte die Pedalhöhe verringern und das Vorderrad verkleinern. Seine Fahrräder wurden damit auch um einiges sicherer. Er arbeitete auch die nächsten Jahre kontinuierlich an Verbesserungen und so näherte er sich einer Konstruktion mit zwei beinahe gleich großen Rädern an… der Beginn einer großen Geschichte

Unsere Bianchi Bikes im Überblick:

Du findest unser Bianchi-Angebot auch in den jeweiligen Farrad-Kategorien oder du kommst bei uns im Shop vorbei!

Bianchi als stetiger (Fahrrad-)Pionier

Dass Edoardo Bianchi Neuem gegenüber immer aufgeschlossen war zeigt sich in der weiteren Geschichte seiner Entwicklungen. 1888 baute er sein erstes Fahrrad mit Dunlopreifen. Im Jahr 1895 bauter er dann sein erstes Damenfahrrad, das war für die Königin Margarethe von Italien. Er baute das Fahrrad nicht nur für sie, er lehrte sie außerdem damit zu fahren. Die Erfindung des heute typischen Damenrades (oder auch Hollandrad genannt) geht allerdings zurück auf den englischen Konstrukteur John Kemp Starley (Begründer der viel später genannten MG Rover Group). Dieser hatte 1889 den sogenannten niedrigen Durchstieg und somit ein modernes Damenrad entwickelt. Wenngleich es auch einige Frauen gab, dies sich nicht davor gescheut haben, bereits in viel früheren Jahren auf ein Fahrrad zu steigen. Manche waren sogar wild genug für ein Rennen:

alte Fahrräder Hochrad Entwicklung des Fahrrads
Fahrradrennen 1868 in Bordeaux Frauen in Original Kleider

oben: ein Bild zu den original Kostümen eines Velocipede Rennens in Bordeaux – eines der ersten Damenrennen 1868

 

links: die Entwicklung verschiedener historischer Fahrräder, aus einer alten Brockhaus Enzyklopädie, heruntergeladen von F. A. Brockhaus, Ed. (1887) Brockhaus ‘Conversations-Lexikon, 13. Aufl., Bd. 16, F. A. Brockhaus, Leipzig, Deutschland, gegenüber S.142. (Rechte: Public Domain)

Zurück zur Geschichte von Edoardo Bianchi:

Die Siege des Edoardo Bianchi

Edoardo ließ seine Entwicklungen auf Sportveranstaltungen einsetzen, um so stetig testen und evaluieren zu können. Den ersten Sieg bei so einer Veranstaltung fuhr ihm 1899 Tomaselli ein, beim Grand Prix de la Ville de Paris. Es war Bianchi, der 1913 die Vorderradbremse erfand und bereits zwei Jahre später entwarf er ein Fahrrad für die italienischen Bergsaglieri – die königlich leichte Infanterie. Die Innovationen hierin bestanden in breiteren Reifen, einem Klapprahmen und einer Vollfederung. Bis zum Jahr 1935 führte Edoardo sein Unternehmen an die Marktspitze mit 70.000 Fahrrädern pro Jahr.

1946 kam er bei einem Autounfall ums Leben.

Die Rennerfolge der italienischen Spitzenmarke

Noch unter Edoardo Bianchi konnten die berühmten Fahrräder erste Rennerfolge vorweisen. Wie bereits erwähnt, mit Tomaselli beim Grand Prix von Paris, ein weiterer name der mit Bianchi im Rennsport verbunden wird ist Costante Girardengo – der erste “Campionissimo” des Radsports. Weitere berühmte Namen sind Marco Pantani (Sieger der Tour de France 1998), Fausto Coppi und Felice Gimondi.

(rechts: Bild des Rennrads mit dem Marco Pantani 1998 die Tour de France gewann
Bild von: Cunaldo- https://www.flickr.com/photos/cunaldo/2996232471/
CC BY-SA 2.0

Bianchi Rennrad Marco Pantani

Hast du über Bianchi gewusst...?

  • Bianchi war auch ein Pionier in der Motorrad- und Automobilherstellung
  • bereits 1897 baute Edoardo Bianchi ein Fahrrad mit Hilfsmotor
  • Bei der Motorradproduktion ab 1900 wurden zunächst nur Rennmaschinen gebaut und auch diese brachten einige Erfolge
  • Auch Automobile wurden ab 1900 produziert
  • ab 1955 kam es zur im Bereich Automobile zur Kooperation mit Fiat unter der Marke Autobianchi
  • 1958 fertigte Bianchi Motorräder für das italienische Militär, die sog. MT61 – eine Art Vorreiter für die heutigen Enduro
  • ab 1967 wurden keine Motorräder mehr produziert
  • 1980 wurde Bianchi in die Unternehmensgruppe Piaggio integriert
  • 1984 übernahm Bianchi die österreichische Marke Puch
  • Seit 1997 gehört Bianchi zur schwedischen Unternehmensgruppe Cycleurope AB
  • Die berühmte Farbe von Bianchi, das helle blau-grün trägt den Namen Celeste und das bedeutet himmlisch
  • ein Mythos besagt, Edoardo habe das Blau (cCeleste) gewählt nach der Augenfarbe der Königin, der er das Radfahren beibrachte…

Bianchi bietet dem Markt ein komplettes Modellangebot für die Straße, MTB, City-Trekking, e-Bikes und Accessoires für alle Bedürfnisse des Radfahrers. Alle Rahmen werden im Hauptsitz von Bianchi in Treviglio (Bergamo, Italien) entworfen und entwickelt, wie auch alle Graphiken und Farbkombinationen. Hier ein kurzes Video: